Am Freitagnachmittag, um 14 Uhr versammelten sich rund 35 Teilnehmende auf dem Parkplatz am Stausee in Scheibe-Alsbach, um gemeinsam eine besondere Pilgerwanderung zu beginnen. Schon zu Beginn wurde deutlich: Diese Wanderung war mehr als nur ein Spaziergang in der Natur.
Sie war ein Ausdruck von Gemeinschaft, Glauben und gelebter Nächstenliebe. Nach einer kurzen Vorstellung der Anwesenden stimmte die Gruppe das bekannte Lied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ an. Dieses Lied setzte den Ton für den Nachmittag: Dankbarkeit für die Schöpfung, Freude an der Gemeinschaft und Offenheit für Gottes Gegenwart im Alltag. Der Weg führte die Gruppe rund um den Stausee und schließlich hinauf zur Kirche. Für diejenigen, die den Weg nicht zu Fuß bewältigen konnten, war ein Fahrdienst organisiert worden: ein wichtiges Zeichen dafür, dass wirklich alle eingeladen waren, unabhängig von Alter oder körperlicher Verfassung.
In der Kirche angekommen, feierten die Teilnehmenden einen kleinen gemeinsamen Gottesdienst, geleitet von Pfarrer Jörg Zech. Musikalisch begleitet wurde dieser von Pfarrer Zwinkmann, der heute im Ruhestand ist, aber mit seinem Orgelspiel wesentlich zur feierlichen Atmosphäre beitrug. Die Andacht bot Raum für Besinnung, Gebet und das bewusste Erleben von Gemeinschaft im Glauben.
Im Anschluss ging es weiter zum Pfarrhaus, wo bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung bestand. Gespräche entstanden, neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende vertieft. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Mitarbeitern der Fachgruppe „Geistliches Leben“, in Vertretung von Romy Apel, da Christine Kalies verhindert war. Auch Ulrike Buenger war an der Durchführung beteiligt. Die Pilgerwanderung endete gegen 17 Uhr, doch ihre Wirkung reicht weit darüber hinaus.
Für die Diakonie bedeutet ein solcher Nachmittag weit mehr als nur ein gelungenes Event. Er steht für gelebte Gemeinschaft, für Inklusion und für das bewusste Wahrnehmen der Bedürfnisse anderer. Sie schafft Räume, in denen Menschen einander begegnen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen können. So bleibt die Pilgerwanderung rund um den Stausee nicht nur als schöner Nachmittag in Erinnerung, sondern als ein Beispiel dafür, wie Glaube, Gemeinschaft und Handeln auf ganz praktische Weise zusammenfinden können.